Wenn die Ziegel vom Dach gefegt werden, Bäume umknicken und das Haus unter Wasser steht - wer kommt eigentlich für die Schäden auf?
Stürme und Unwetter verursachten in den vergangenen Jahren Milionenschäden. So setzt sich in den Industrienationen immer mehr die Erkenntnis durch, dass der Klimawandel nicht nur ein enormes Umweltproblem ist, sondern auch eine Herausforderung für die Volkswirtschaft.
Registrierten Metereologen früher nur selten einen Sturm, so vergeht heute kaum noch ein Jahr ohne folgenschwere Kapriolen der Natur. Jüngstes Beispiel ist der Orkan Kyrill. Am 18. Januar wütete er auch über Deutschland. Es entstanden Sachschäden in Milliardenhöhe, viele Verletzte und sogar Tote gab es zu beklagen. Der UN-Klimaausschuss berichtet, der Klimawandel ist menschgemacht, außerdem prophezeit die Expertengruppe eine deutliche Zunahme von Wetterkatastrophen wie sintflutartigen Regenfällen, Hagel oder Wirbelstürmen rund um den Globus.
Solche negativen Klimaauswirkungen wie die Orkane Lothar (1999, versicherte Schäden in Deutschland: 650 Millionen Euro), Jeanette (2002, versicherte Schäden in Deutschland: 660 Millionen Euro) und Kyrill (2007, versicherte Schäden in Deutschland: 2 Milliarden Euro) führen uns vor Augen, dass eine Versicherung kein abstraktes Gut ist, sondern bedarfsgerecht und leistungsstark in Notsituationen hilft. Denn wenn ein Sturm sich gelegt hat, kann es für diejenigen, die nicht vorgesorgt haben, schnell teuer werden. Wer dann jedoch eine Hausrat- und ggf. eine Wohngebäude-versicherung abgeschlossen hat, ist gut abgesichert.
Welche Versicherung hilft...
... bei Schäden am Haus?
Als stolzer Hausbesitzer weiß man den Wert des Eigenheimes besonders zu schätzen. Schließlich hat man nicht nur sehr viel Kapital, sondern auch eine Menge Arbeit und Zeit investiert. Mit einer Wohngebäudeversicherung steht der Schutz für das eigene Haus auf einem soliden Fundament.
Gebäudeschäden, die bei Sturm, z.B. durch umgefallene Bäume, abgebrochene Äste, gekippte Masten oder Schornsteine entstanden sind, werden ersetzt. Auch Folgeschäden sind darüber abgedeckt – wenn der Sturm zum Beispiel das Dach oder Fensterscheiben eingedrückt hat und Regen oder Hagel weitere Schäden am Gebäude verursachen.
Bei Häusern, die sich noch im Bau befinden, greift nicht die Gebäudeversicherung, sondern die Bauleistungs- bzw. Rohbauversicherung.
... bei Beschädigung der Einrichtung?
In einem Haushalt gibt es erhebliche Werte. Ein Schutz gegen Schäden am Hausrat ist daher enorm wichtig. Denn was mit jahrelanger Arbeit Stück für Stück gewachsen ist, kann zum Beispiel durch einen Sturmschaden vernichtet werden. Eine Hausratversicherung bietet die erforderliche finanzielle Absicherung im Fall von Schäden am Hausrat. Auch hier sind Folgeschäden mitversichert.
Scherben bringen nicht nur Glück! Für die Verglasungen innerhalb der Wohnung oder des Hauses benötigt man einen eigenen Versicherungsschutz. Ein schöner Glastisch, eine Vitrine und vielleicht sogar ein atmosphärischer Wintergarten – all das kann schnell zu Bruch gehen. Mit einer Glasversicherung ist die Mobiliar- und Gebäudeverglasung geschützt. Eine Glasversicherung ersetzt somit – ursachenunabhängig – generell alle Bruchschäden an Glasdächern, Fenster- und Türscheiben; auch die Kosten für eine erforderliche Notverglasung werden ersetzt.
Was tun im Schadensfall?
Bereits vor Eintritt eines Schadens sollte der gesamte Haushalt mit Fotos dokumentiert werden. Die Betroffenen sollten den Schaden sofort Ihrer Versicherung melden. Zusätzlich muss eine Liste aller beschädigten oder zerstörten Gegenstände erstellt werden. Am besten sollte diese Liste mit Einkaufsbelegen ergänzt werden. Beschädigte Gegenstände sollten aus Beweisgründen aufgehoben werden. Ein Gebäudeschaden sollte mit detaillierten Fotos dokumentiert werden. Hilfreich ist auch, zusammen mit Zeugen Protokolle über die Schäden zu verfassen.