In einigen Bundesländern wird der Impfstatus der Abc-Schützen bemängelt. Immer mehr Eltern haben offenbar versäumt, den Impfschutz ihrer Kinder aufzufrischen. Gerade die zwei-te Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln fällt immer häufiger unter den Tisch.
Alarmierend ist der Fall an einer nordrhein-westfälischen Schule: 30 Kinder erkrankten an Masern, keines war dagegen geimpft. Früher als typische Kinderkrankheit toleriert, sind Ma-sern aus heutiger Sicht eine schwere Erkrankung, die durch eine Impfung wirksam vermie-den werden kann.
Aber auch Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten müssen im fünften bzw. sechsten Lebensjahr aufgefrischt werden, denn dann beginnt der Impfschutz bereits nachzu-lassen. Dies ist umso wichtiger, da Kinder im schulischen Umfeld einem deutlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Zwar besitzen die meisten Kinder einen ausreichenden Impfschutz, aber gerade dieser Um-stand erzeugt den Eindruck, die Krankheiten seien ausgerottet und Impfen somit überflüssig. Ein trügerischer Eindruck, wie der Ausbruch der Masern in Nordrhein-Westfalen beweist.
Einen aktuellen Kinderimpfkalender finden Sie auf dem Barmenia Gesundheitsportal http://www.barmenia-mediline.de/ratgeber/977.asp