17.08.2007 Frauen und Alkohol – eine gefährliche Kombination
Männer sind anders – Frauen auch. Viele Thesen über die Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen haben sich im Laufe der Zeit verflüchtigt. Eines jedoch scheint sich immer deutlicher herauszukristallisieren: Das weibliche Gehirn leidet unter Alkohol weit mehr als das männliche. Und das nicht erst am nächsten Morgen.
Männer sind beim Alkohol im Vorteil Vor allem die Reparatur der ‚ertrunkenen’ Neuronen funktioniert beim Mann deutlich besser. Bereits frühere Studien am Menschen führten zu entsprechenden Resultaten, aber erst Gewebeuntersuchungen bei Mäusen brachten den Flurschaden im weiblichen Hirn ans Licht: Während die Männchen ihre abgestorbenen Hirnzellen bereits fleißig regenerierten, fand man im Hirn der zehn Tage zuvor alkoholisierten weiblichen Mäuse immer noch die toxischen Spuren des Alkoholrauschs.
Offenbar ist der Mann von Natur aus besser gerüstet gegen die Volksdroge Nr. 1. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass er immun dagegen ist. Da Männer zumeist auch größere Mengen Alkohol zu sich nehmen, hebt sich der genetische Vorteil schnell wieder auf. Frauen sollten sich allerdings besonders vor großen Alkoholmengen und regelmäßigem Konsum hüten – nicht nur dem Gehirn zuliebe.
Mit diesem Wissen möchte man doch einmal mehr auf einen Kater verzichten – oder?