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28.09.2007 Diabetes: von der Ausnahme zur Volkskrankheit

Noch vor einigen Jahrzehnten gab es im Prinzip nur die „juvenile Diabetes“, sprich Typ-1-Diabetes, die bereits in jungen Jahren. Die Betroffenen müssen ihr Leben lang das fehlende Hormon Insulin injizieren. Seit neuestem kann das lebenswichtige Stoffwechselhormon sogar inhalieren. Auf dem Vormarsch ist jedoch eine andere Form der Zuckerkrankheit: Die so genannte Typ-2-Diabetes, ehemals „Alterdiabetes“. Sie tritt nicht nur immer häufiger, sondern auch immer früher auf. Schuld ist unser heutiger Lebensstil.

Vom „Alterszucker“ spricht heute kein Mediziner mehr, da der Typ-2 mittlerweile auch schon bei Kindern ausbricht. Während der ehemals vorherrschende Typ-1 erbliche Ursachen hat, spielt beim mittlerweile dominierenden Typ-2 der Lebensstil eine entscheidende Rolle: Bewegungsmangel und Übergewicht, Luxus und Fluch der westlichen Zivilisation, haben zur massenhaften Ausbreitung der Typ-2-Diabetes beigetragen.

Die Einlagerung von Fett im Bauchraum und im Muskelgewebe führt zum einen dazu, dass die Wirkung des Insulins eingeschränkt wird, zum anderen muss immer mehr Insulin produziert werden, um den Blutzucker zu senken. Der Körper wird allmählich resistent gegen Insulin, eine medizinische Behandlung wird unvermeidlich.

Obwohl eine Reihe von wirksamen Medikamenten gegen die Diabetes-Typ-2 zur Verfügung steht, kommt es vor allem auf die "Compliance" – die Mitarbeit des Patienten an. Das bedeutet vor allem: Kampf dem Fett! Angesichts der Vielzahl der Folgeerkrankungen, die Diabetes nach sich zieht (unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Nierenversagen, Erblindung), ein Ziel für das es sich zu kämpfen lohnt.

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