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Ein gelangweiltes Hirn lernt nicht

15.08.2008 Ein gelangweiltes Hirn lernt nicht

Gute Nachrichten für alle, die geistig lange fit bleiben wollen: Geistige Fitness erfordert keinen Leistungssport fürs Gehirn. Im Gegenteil. Wer glaubt, sein Gehirn mit besonders schweren Knobelaufgaben zu Höchstleistungen zu motivieren, riskiert eine Leistungsverweigerung. Überforderte Schüler können ein Lied davon singen.

Wer langfristig gute Ergebnisse erzielen will, sollte auf abwechslungsreiche Aufgaben setzen, denn die kurbeln den neuronalen Funkverkehr so richtig an. Und damit wird auch das Hirn sinnvoll trainiert.

Die Ursache für diesen Effekt liegt nicht in den grauen Zellen selbst, sondern in den Lücken dazwischen. Über so genannte Synapsen können die Neuronen die Lücken schließen und miteinander kommunizieren. Entscheidend für die mentale Power ist daher der Datenaustausch zwischen den Zellen. Dieser wird umso mehr gefördert, je abwechslungsreicher die im Hirn ankommenden und zu verarbeitenden Reize sind.

Kopfrechnen, Vorlesen oder Merkaufgaben sind somit ein besserer Denksport als Rätsel, bei denen man sich das Hirn zermatert. Besonders effektiv sind Aufgaben, die Gewohntes bewusst auf den Kopf stellen, denn hier ist Flexibilität gefordert.