Viele Jugendliche weisen eine zunehmende Impfmüdigkeit auf. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wies jüngst darauf hin, dass bei vielen Jugendlichen häufig die Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie fehlen. Sie sorge sich um die nachlassende Impfbereitschaft.
In Deutschland besteht keine Impfpflicht, genaue Impfquoten sind daher schwer zu ermitteln. Aussagekräftig ist eine Analyse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS), die von 2003 bis 2006 den Impfstatus von über 16.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 0–17 Jahren auf Grundlage der vorgelegten Impfausweise erfasste.
Demnach liegen die Quoten der vollständigen Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie und Polio sowie der ersten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln für 2- bis 17-Jährige im Durchschnitt über 90%. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bei Kindern eine Impfquote von 95 Prozent zu erreichen. Die Analyse zeigt aber auch: Bei 7- bis 17-Jährigen fehlen häufig die Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie.
Diese Impfungen werden von der ständigen Impfkommission für Kinder und Jugendliche empfohlen:
- Diphtherie (D/d)
- Pertussis (aP/ap)
- Tetanus (T)
- Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
- Hepatitis B (HB)
- humanen Papillomaviren (HPV)
- Poliomyelitis (IPV)
- Pneumokokken
- Meningokokken
- Masern
- Mumps
- Röteln
- Varizellen
Der aktuelle Impfkalender des RKI gibt Ihnen einen guten Überblick. Gut zu wissen: Impfungen werden von den Kassen als Pflichtleistungen übernommen.