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28.11.2008 Mit der Dunkelheit kommt der Herbst-Winter-Blues

Wenn die Tage kürzer, dunkler und kälter werden, ziehen sich viele ins wohlige Heim zurück. Das kann sehr schön sein, aber viele Menschen leiden jetzt, denn Sie haben den Blues. Diese nette Umschreibung lässt sich aber auch mit Winterdepression auf den Punkt bringen. Und damit ist klar: Mit Wohlfühlen hat das nicht viel zu tun.

Dieses jahreszeitlich bedingte Phänomen tritt meist nur bei Erwachsenen und in der Mehrzahl bei Frauen auf. Betroffene leiden dann unter einem tristen Gefühl, das vor allem ein stark erhöhtes Schlafbedürfnis mit sich bringt. Sie sind antriebslos und schleppen sich unter großen Anstrengung durch den Tag. Wieder andere werden sehr unruhig. Allen gemein ist eine verspürte Leere und Traurigkeit. Nicht selten äußert sich dies dann in Kopfdruck, Rückenschmerzen, Beklemmungen in der Brust oder Appetitlosigkeit.

Das Gute: Sie können den Blues in Schach halten.
Erste Regel - treiben Sie Sport! Denn körperliche Aktivität steigert das psychische Wohlbefinden durch die Ausschüttung körpereigener Glückshormone. Versuchen Sie es Mal mit Yoga, das fördert Ihr Wohlbefinden und Ihre Körperwahrnehmung. Auf jeden Fall sollten Sie sich jetzt so oft wie möglich und bei jedem Wetter an der frischen Luft aufhalten. Jeder Lichtstrahl ist in der dunklen Zeit Balsam für Ihre Seele. Dadurch verweisen Sie die Melatonin-Produktion in ihre Schranken. Das Hormon Melatonin ist nämlich der „Bösewicht“, der Sie müde und schlapp macht. Nehmen Sie sich vermehrt Zeit für Dinge, die Ihnen gut tun.

Sollte das nicht genügen, können Sie zur Unterstützung Johanniskrautpräparate aus der Apotheke einnehmen. Lassen Sie sich aber vorher ausführlich über deren Wirkung und Wechselwirkungen informieren. Gelingt es Ihnen über einen längeren Zeitraum nicht gegen die Depression anzukommen, ziehen Sie einen Arzt hinzu.