Immer noch das beste Mittel gegen den Feiertagsspeck: Joggen. Wer joggt, verbrennt Kalorien und tut auch was für seine Seele. Man fühlt sich wohler, ist ausgeglichener und sieht besser aus – was will man mehr? Doch einfach losrennen bringt nicht automatisch ans Ziel: Ausrüstung, gesundheitliche Konstitution und Wetterverhältnisse sollten vorher gewissenhaft überdacht werden. Zudem sollten nicht alle ohne ein O.K. vom Arzt mit dem Joggen starten. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Gelenkschäden oder Diabetes sollten grundsätzlich nur unter ärztlicher Anleitung laufen. Selbiges gilt für diejenigen, die an einer Infektion oder akuten Entzündung leiden. Auch übergewichtige oder völlig untrainierte Zeitgenossen sollten Rücksprache mit einem Mediziner halten.
Nicht nur für Anfänger: Starten Sie – aber langsam! Gründliches Aufwärmen und Dehnen sind ratsam, damit das Laufdebüt nicht mit einer Zerrung endet. Anfänger sollten immer auf ihren Körper hören und nicht gegen ihn arbeiten. Zunächst reichen zehn bis zwanzig Minuten gemütlicher Trab, und das zweimal die Woche. Wer aus der Puste gerät, darf ruhig einige Meter zwischendurch gehen. Den Lauf nicht abrupt beenden, sondern locker und langsam auslaufen. Zwischendurch sollte man immer mal wieder einen ‚Tempo-Check’ einlegen, um herauszufinden, ob man zu schnell läuft. Einfacher Merksatz: Solange Sie noch nett plauschen können – evtl. mit Ihrem Jogging-Partner – laufen Sie richtig.
Wer selbst bei Minustemperaturen kein Couch-Potato sein will, der kann auch im Winter joggen. Allerdings sollte man dabei ein paar Dinge berücksichtigen.
Tipps für Winterläufer:
- Vermeiden Sie einen Kaltstart, und wärmen Sie sich ausgiebig auf. Das Warm-up sollte länger als im Sommer ausfallen.
- Widmen Sie dem Untergrund genügend Aufmerksamkeit. Versteckte Eisflächen können überall lauern. Besorgen Sie sich wasserdichte Schuhe mit rutschfestem Profil.
- Kleiden Sie sich nach dem Zwiebel-Prinzip: tragen Sie mehrere dünne Schichten übereinander.
- Bei Kälte verspüren Sportler kaum Durst – sorgen Sie daher für genügend Flüssigkeit. Trinken Sie am besten alle 20 Minuten rund 200 Milliliter.
- Fallen Sie um jeden Preis auf! Leuchtstreifen oder Stirnlampen sind in der dunklen Jahreszeit ein Muss.
- Atmen Sie langsam, das entlastet die Bronchien. Die kalte Zugluft belastet Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen.
- Bedenken Sie: Kälte erhöht das Verletzungsrisiko. Besonders gefährdet ist die Achillessehne. Tragen Sie daher im Winter Laufsocken, die Ihre Sehnen vollständig
bedecken.
Wichtig: Mit einer Erkältung und Fieber gehören Sie grundsätzlich ins Bett und nicht auf die Straße. Steigern Sie nach einem Infekt ihr Training nur langsam.
Übrigens: Wer beim Joggen Pfunde verlieren will, sollte vor dem Frühstück raus. Nur dann zwingt man seinen Körper an den (Feiertags-)Speck zu gehen.