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02.03.2009 Der Frühling kommt, die Pollen auch

Rund 15 Millionen Deutsche sehen dem Frühlingsanfang mit äußerst gemischten Gefühlen entgegen: Mit der lauen Luft kommen die Pollen, und viele Nasen reagieren gereizt. Die Schleimhäute schwellen an, die Augen jucken und eine Niesattacke jagt die nächste. Verschlimmernd kommt hinzu, dass die Heuschnupfensaison jedes Jahr ein bisschen früher beginnt – mittlerweile schon zwischen Februar und März.

Die Sträucher und Bäume machen den Anfang, dann folgen die Gräser. Bis August quält die Vegetation die Betroffenen, und erst der Herbst macht der Qual ein Ende. Jeder Heuschnupfenallergiker spürt genau, wenn ‚sein` Gewächs zu blühen beginnt, viele reagieren gleich auf mehrere Pollenarten und niesen, tränen und schniefen sich durch das Frühjahr und den Sommer.

Zum Glück kann durch eine genaue Diagnose und gezielte Therapie nahezu jedem Allergiker Linderung verschafft werden. Führend ist hier die „Hyposensibilisierung“, bei der dem Patienten über längere Zeit hinweg die Allergie auslösenden Stoffe verabreicht werden, um das Immunsystem an die Allergene zu gewöhnen und somit unempfindlicher zu machen. Vor allem in schweren Fällen von Heuschnupfen kann die Hyposensibilisierung helfen.

Neben medizinischen Maßnahmen kann vor allem richtiges Verhalten den Heuschnupfen unter Kontrolle halten: Dazu gehört zunächst die Kenntnis des Pollenflugkalenders und der Pollenflugvorhersage. Auch eine schützende Sonnenbrille gehört in die Tasche jedes Pollenallergikers. Räume sollten in der Allergiezeit nur früh morgens oder abends gelüftet werden.

Auch wenn’s schwer fällt: Spaziergänge durch blühende Wiesen, Rasenmähen sowie Ausdauersport im Freien sind während der Heuschnupfensaison nur eine Belastung. Ein Spaziergang durch die Natur kann allerdings dann genossen werden, wenn es zuvor geregnet hat. Man sollte nach dem Regen allerdings noch etwa eine halbe Stunde warten, bevor man ins Freie geht.