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So vermeiden Sie Psychostress und Depressionen

13.04.2009 So vermeiden Sie Psychostress und Depressionen

Stress gehört für die meisten Menschen zum Alltag. Man gewöhnt sich irgendwie daran. Doch Stress ist nicht gut fürs Gehirn und eine mögliche Ursache von Depressionen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Rosalind Franklin University. Damit ist klar: Stress sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen, dass Stress die Entstehung neuer Nervenzellen im Gehirn zwar nicht stoppt, wohl aber verhindert, dass die neuen Zellen auf Dauer überleben. Dieser Effekt schlägt sich vor allem im so genannten Hippokampus nieder, in dem Bereich des Gehirns also, der für die Verarbeitung des Gelernten, das Gedächtnis und die Gefühle zuständig ist.

Stress sorge dafür, dass weniger neue Neuronen für die Verarbeitung von Gefühlen und Emotionen verblieben, betonen die Forscher. Für sie ist dies ein Erklärungsansatz dafür, dass Stress – und damit der Verlust neuer Zellen – Depressionen auslösen könnte. Erschreckend: Laut einer aktuellen Erhebung der GfK Marktforschung sind jede dritte Frau und jeder vierte Mann in Deutschland  depressionsgefährdet.

Die Wissenschaftler hoffen auf neue Behandlungsansätze, die verhindern, dass akuter Stress zu Stimmungsproblemen führt. Bis es soweit ist, kann man sicherlich auch selbst einiges tun, um Stress in seine Schranken zu verweisen, und Depressionen vorzubeugen:

  • Ändern Sie stressverursachende Gewohnheiten: sprechen Sie Probleme direkt an, analysieren Sie Misserfolge konstruktiv, stellen Sie Ihre Erfolge in den Vordergrund und sagen Sie ruhig öfter mal "Nein".
  • Gönnen Sie sich kleine Auszeiten.
  • Lassen Sie die Arbeit im Büro, und nehmen Sie sie nicht mit in Ihre Freizeit.
  • Treiben Sie Sport.
  • Gehen Sie jeden Tag mindestens eine Viertelstunde raus, um das Tageslicht und die frische Luft zu genießen. So bringen Sie das Verhältnis zwischen Serotonin und Melatonin  - und damit auch Ihr Gemütszustand - ins Gleichgewicht.
  • Magnesiumhaltiges Essen regt das Nervensystem an und beugt Stress vor. Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel sind wichtige Magnesium-Lieferanten.
  • Jodhaltige Nahrungsmittel bedeuten einen Energieschub für den Körper und sorgen für gute Laune. Ganz oben auf der Liste steht Sushi. Schokolade – in Maßen genossen – stimuliert die Serotonin-Produktion im Gehirn.
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