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Schweinegrippe, Vogelgrippe und Co: Wichtige Antworten zum Thema Pandemie

02.06.2009 Schweinegrippe, Vogelgrippe und Co: Wichtige Antworten zum Thema Pandemie

Die Angst vor einer Pandemie wächst. Vogelgrippe und Schweinegrippe schwingen uns immer noch im Ohr – auch wenn es mal wieder glimpflich abgelaufen ist. Dennoch, die Angst bleibt. Für uns ein Grund, Ihnen die wichtigsten Antworten des Robert-Koch-Instituts zum Thema Pandemie zusammenzufassen.

Was ist eine Pandemie? Eine Pandemie bezeichnet eine weltweite Epidemie. Eine Pandemie führt zu einer Erkrankungs- und Sterberate, die übliche, auch schwere, Influenzawellen übertreffen.

Warum ist das Pandemierisiko derzeit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht? Es kann nicht vorhergesagt werden, welcher Virus eine zukünftige Pandemie hervorrufen wird. Es kann auch nicht vorhergesagt werden, wann dieser Fall eintreten wird. Experten sind sich aber sicher, dass dieser Fall eintreten wird.

Kann man sich schützen, etwa durch einen Mund-Nasen-Schutz? Schützen sollten sich bei einer Pandemie in jedem Fall alle, die mit Erkrankten Kontakt haben. Im Nationalen Pandemieplan sind darüber hinaus einige allgemeine Hygieneregeln aufgeführt, deren Beachtung das Infektionsrisiko im Falle einer Pandemie im Alltag der Bevölkerung reduzieren kann.

Zu den allgemeinen Hygieneregeln zählen unter anderem:

  • das Vermeiden von Händeschütteln, Anhusten, Anniesen, 
  • das Vermeiden von Berührungen der Augen, Nase oder Mund, 
  • die Nutzung und sichere Entsorgung von Einmaltaschentüchern, Empfehlungen zu einer intensiven Raumbelüftung,
  • das gründliche Händewaschen nach Personenkontakten, der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor der Nahrungsaufnahme sowie bei Kontakt mit Gegenständen oder Materialien, die mit respiratorischen Sekreten von Erkrankten kontaminiert sein können (zum Beispiel bei der Pflege von Angehörigen – Bett- oder Leibwäsche, Essgeschirr, Patienten-nahe Flächen) 
  • die getrennte Behandlung von an Influenza erkrankten Personen insbesondere von Säuglingen, Kleinkindern und Personen mit chronischen Erkrankungen,
  • die Empfehlung für fieberhaft Erkrankte, im eigenen Interesse zu Hause zu bleiben, um weitere Ansteckungen zu verhindern, 
  • die Vermeidung von direkten Kontakten zu möglicherweise erkrankten Personen sowie 
  • der Verzicht auf den Besuch von Theatern, Kinos, Diskotheken, Märkten, Kaufhäusern beziehungsweise die Vermeidung von Menschenansammlungen.

Soll man sich vorsorglich antivirale Medikamente beschaffen? Von der vorsorglichen Beschaffung antiviraler Medikamente wird abgeraten. Diese Arzneimittel sind rezeptpflichtig, da sie unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden müssen. Das ist zum Beispiel deshalb wichtig, weil Unterdosierungen die Entstehung von resistenten Wildviren begünstigen können.

Wo kann man sich informieren? Derzeit am einfachsten im Internet, zum Beispiel auf den Influenza-Seiten des Robert Koch-Instituts. Zuständig für Gesundheitsschutz sind die Bundesländer, für Maßnahmen vor Ort die Gesundheitsämter.

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