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15.07.2009 Gehaltsverhandlungen richtig führen

15.07.2009 Gehaltsverhandlungen richtig führen

Arbeitnehmer kommen immer wieder in die Situation, über ihr Gehalt neu zu verhandeln. Wer hierbei erfolgreich sein will, der muss sich gut vorbereiten. Wir haben kurz für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

  • Begründen Sie Ihre Forderungen überzeugend. Überlegen Sie genau: Warum wollen Sie mehr Geld? Warum haben Sie mehr Geld verdient (Leistungsbezug)? Geraten Sie nicht in die Falle, und zählen Sie Ihrem Chef haarklein auf, was Sie alles so am Tag bewerkstelligen. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche – auf Ihre Erfolge. Zählen Sie auf, welche Projekte oder Verhandlungen, Fort- oder Weiterbildungen Sie erfolgreich abgeschlossen haben. Und zeigen Sie vor allem, wie Sie die Firma (mit) voranbringen.
  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt. Besonders stressige Zeiten mit vielen Meetings, oder besonders schwierige Zeiten sollten Sie besser meiden. Auch kurz vor Weihnachten passt eher nicht. Auf der anderen Seite sind besonders gute Zeiten, wie ein erfolgreicher Projektabschluss ein guter Anlass für Gehaltsverhandlungen. 
  • Als Berufseinsteiger können Sie übrigens zum ersten Mal über Ihr Gehalt sprechen, wenn die Probezeit vorbei ist. Allerdings nur dann, wenn Sie auch gute Arbeitsergebnisse vorweisen können.
  • Treten Sie im Verhandlungsgespräch selbstbewusst auf und formulieren Sie Ihre Wünsche klar und deutlich. Wägen Sei im Vorfeld ab, wie viel mehr Sie fordern wollen, und legen Sie sich vorher die passenden Argumente zurecht. Zur Höhe des Gehalts können Steigerungen aus Tarifverträgen in verwandten Branchen Anhaltspunkte geben. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, wie lange Ihre letzte Gehaltserhöhung zurückliegt und was Sie in der Zeit danach geleistet haben. Zeigen Sie sich grundsätzlich kompromissbereit. Was ist Ihre Minimal-, was Ihre Maximalforderung?
  • Vermeiden Sie Vergleiche mit Kollegen und persönliche Motive. Diese liefern Ihnen keine stichhaltigen Argumente für eine Gehaltserhöhung. Auch Reizwörter wie Gehaltsverbesserung, Gehaltserhöhung oder Gehaltsforderung gilt es geschickt zu umschiffen. Mit Formulierungen wie "wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten" kommen Sie Ihrem Chef eher entgegen.
  • Resignieren Sie nicht bei einer Ablehnung, und versuchen Sie es in einigen Monaten noch einmal. Dann sind Sie schließlich auch schon ein wenig geübter. 
  • Haben Sie die Gehaltserhöhung „durchgedrückt“, so bestehen Sie auf einer schriftlichen Zusage.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!