Ob Fernsehgerät, Laptop oder Hifi-Anlage: Drückt man „Off“, schaltet man das Gerät nur vermeintlich aus. Das so genannte ‚Stand-by` – zu Deutsch ‚Bereitschaft` – soll dafür sorgen, dass eine schnellere „Reaktivierung“ des Geräts beim Wiedereinschalten gewährleistet wird. Beim Rundblick durch die eigenen vier Wände muss man feststellen, dass die meisten elektronischen Gerätschaften ihre Bereitschaft mittels Leuchtsignal kundtun. Doch leider verbraucht das vermeintlich kundenfreundliche Stand-by eine Menge Strom.
Europaweit schätzt man den durch Stand-by erzeugten Stromverbrauch auf rund 30 Terawattstunden; herunter gerechnet auf den einzelnen Durchschnittshaushalt macht dies im Jahr gute 100 Euro an zusätzlichen Stromkosten – nur dafür, dass die elektronischen Gerät ‚bereit` sind.
Wer konsequent sparen möchte, sollte ganz abschalten. Eine Steckdosenleiste mit Netzschalter sorgt hier mit einem Schalterdruck für ‚Licht aus` an der Elektronikfront. Wer wiederum auf den Stand-by einiger Geräte einfach nicht verzichten möchte, sollte sich beim Fachhändler konkret nach dem Stromverbrauch im Stand-by-Modus erkundigen, denn hier gibt es durchaus sehr unterschiedliche Leistungsaufnahmen: So kann der Stromverbrauch eines älteren Fernsehgeräts im Stand-by achtmal höher liegen als der eines Geräts der neusten Generation. Achten Sie aber beim Neukauf auch darauf, dass das Gerät einen einfach zu erreichenden Netzschalter hat, mit dem es beim Ausschalten vollständig vom Stromnetz getrennt werden kann. Bereits beim Kauf können Sie sich so aktiv gegen Stromfresser entscheiden.
Hinweise auf den Stand-by-Verbrauch von Elektrogeräten geben auch Energie-Labels, mit denen die Geräte gegebenenfalls ausgezeichnet sind. Zu den bekanntesten zählen der 'Blaue Umweltengel' und der 'Energy Star'.