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Hitzfrei fürs Büro: Eine schöne Illusion

14.08.2009 Hitzfrei fürs Büro: Eine schöne Illusion

Wenn der Sommer uns mit Sonne und Hitze beglückt, wünschen wir uns fern des Arbeitsplatzes. Auf einer Wiese entspannen, ein Spaziergang am See, ein kühles Bierchen im Biergarten – alles besser als das Büro. Schließlich sinkt die Leistungsfähigkeit des Menschen ab Temperaturen von 22 Grad Celsius sowieso. Kreatives Arbeiten und klare Gedanken fassen, fällt mit zunehmender Hitze immer schwerer. Doch auch wenn’s im Büro heiß hergeht, ein Anrecht auf ‚Hitzefrei’ wie in der Schule haben Mitarbeiter nicht. Allerdings muss der Arbeitgeber in Anbetracht der hohen Temperaturen für ‚gesundheitsgerechte Bedingungen’ am Arbeitsplatz sorgen.

Was genau unter ‚gesundheitsgerecht’ zu verstehen ist, beschreibt die Gesetzgebung nicht. Allerdings kann der Arbeitgeber Einiges tun, um dieser - doch recht offenen Anforderung -  gerecht zu werden. So kann er beispielsweise für eine nächtliche Lüftung, eine Verkürzung der täglichen Arbeitszeit (Gleitzeit) oder eine Verlegung der Arbeitszeiten in die kühleren Morgenstunden sorgen. Denkbar sind auch die Einrichtung zusätzlicher stündlicher, auf die Arbeitszeit anzurechnender Pausen oder die Vermeidung von Überstunden. Sehr wünschenswert wären eine Aufhebung bzw. Lockerung der Kleiderordnung sowie die Bereitstellung von kalten Getränken. In welchem Ausmaß ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer unterstützt, wird recht unterschiedlich ausfallen. Der ein oder andere Tipp, könnte da vielleicht hilfreich sein.

Auch Arbeitnehmer selbst können dazu beitragen, die heißen Tage im Büro gut zu überstehen: 

  • Trinken hat oberste Priorität. Mindestens zwei Liter pro Tag sollten es sein. Ideal sind nicht zu kalte, alkohol- und koffeinfreie Getränke, am besten Mineralwasser.
  • Nicht zu schwer essen. Besser mehrere leichte, wenig scharfe Mahlzeiten über den Tag verteilen.
  • luftdurchlässige, leichte, nicht einengende Kleidung in hellen Farben tragen. Die Füße gehören in bequeme, offene oder luftdurchlässige Schuhe.

Sollte all dies nicht helfen, und sich Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Übelkeit dennoch einstellen, hilft am Ende wohl doch nur noch der Biergarten – oder zumindest der Gedanke daran.

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