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06.10.2009 Die häufigsten Fehler bei der Geldanlage

06.10.2009 Die häufigsten Fehler bei der Geldanlage

Das gute alte Sparbuch erfreut sich ungetrübter Beliebtheit. Zwar lassen die Zinsen zu wünschen übrig, aber dafür ist es sicher und unkompliziert. Denn Eines wissen viele genau: Geldanlagen sind vor allem kompliziert. Doch wer die häufigsten Fehler kennt, kann sie vermeiden und seine finanzielle Zukunft sichern. Am Wichtigsten sind klare Ziele für die Anlage- und Vorsorgestrategie sowie die Ausnutzung vielfältiger Fördermöglichkeiten.

Der Riester-Fehler: Zulagen verschenken
Die Riester-Rente sorgt mit einer Kombination aus Zulagen und Steuervorteilen für attraktive Renditen. Um in den Genuss der Zulagen zu kommen,  müssen Anleger einen Antrag auf Altersvorsorgezulage stellen. Dieses Formular erhalten Riester-Sparer von ihrem Anbieter. Wichtig: Die ausgefüllten Anträge müssen dem Arbeitgeber oder dem Anbieter, mit dem der Riester-Vertrag geschlossen wurde, zugesendet werden. Stichtag ist in der Regel der 31.12. eines Jahres. Ein Dauerzulagen-Antrag bietet Abhilfe für jährliche Neubeantragung der Riester-Förderung.

Der bAV-Fehler: Betriebliche Altersvorsorge nicht nutzen
Mit einer Entgeltumwandlung können Arbeitnehmer ihr Einkommen im Alter erhöhen und zugleich Steuern sparen. Denn die Versicherungsbeiträge werden direkt vom Bruttolohn abgezogen – weder Einkommensteuer noch Sozialabgaben fallen an. Steuerpflichtig werden erst die später fälligen Auszahlungen. Im Alter können dann hierfür zusätzliche Freibeträge genutzt werden.
 
Fehler Risikoabsicherung: Alltags- und Berufsrisiken unterschätzen
Altersvorsorge ist wichtig, funktioniert aber nur, wenn die aktuellen Risiken des Alltags und des Berufslebens angemessen abgesichert sind. Neben einer Haftpflichtversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte auch die Familie im Todesfall auf der finanziell sicheren Seite sein.

Strukturelle Fehler: Mangelnde Flexibilität und fehlende Ziele
Lebens- und Arbeitsmodelle sind individuell und verändern sich im Laufe der Jahre. Die Anlage- und Vorsorgestrategie sollte entsprechend variabel sein. So sollten Lebensversicherungsverträge eine Anpassung der Versicherungssumme zulassen und auch die Geldanlage sollte auf starre Strukturen verzichten. Von Anfang an gilt es die persönlichen Ziele im Auge zu haben, und mit kompetenten Beratern jene Strategien zu wählen, die darauf passen.

Der Aktien-Fehler: Ständiges Umschichten
Inhaber eines Aktiendepots sollten Geduld haben. Hohe Renditechancen ergeben sich erfahrungsgemäß langfristig – auch wenn starke Kursrückgänge zwischendurch das Depot belasten können. Wer nicht genügend Geduld aufbringt und ständig sein Depot umschichtet, muss einerseits mit hohen Gebühren und Steuern rechnen, und andererseits mit dem Verlust  von Gewinnchancen. Empfehlenswert sind Sparpläne, etwa in Aktienfonds. Denn wer langfristig jeden Monat spart, nutzt den so genannten Cost-Average-Effect und steigert damit seine Renditechancen.

Der „no risk no fun“-Fehler: Alles in eine Anlageform packen
Wer ausschließlich auf eine Anlageform setzt und zum Beispiel nur in Aktien investiert, geht ein zu großes Risiko ein. Wer andererseits nur auf ein Sparbuch einzahlt, verschenkt wertvolle Renditechancen. Besser ist es, sein Vermögen auf verschiedene Anlageformen zu verteilen.
 
Der Beratungs-Fehler: Auf eine kompetente Beratung verzichten
Wer sich allein um seine Geldanlage kümmert, riskiert viele Fehler. Nur die Wenigsten verfügen über eine ausreichende Sachkenntnis. Wer mit einem kompetenten Berater zusammenarbeitet, hat größere Chancen seine Sparziele zu identifizieren und teure Fehler in der Geldanlage zu vermeiden.

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