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17.05.2005 Paradigmenwechsel in der Altersvorsorge
Seit Anfang 2002 wurden allein in der Versicherungswirtschaft rund 15,2 Millionen Rentenversicherungsverträge abgeschlossen
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft widerspricht der pessimistischen Sichtweise zum eingeleiteten Systemwechsel in der Altersicherungssicherung, die heute von dem Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) mit der Forderung nach neuen Impulsen für die staatlich geförderte Rente verbunden worden ist.
Der Paradigmenwechsel zugunsten kapitalgedeckter Vorsorge sei trotz des schwierigen wirtschaftlichem Umfelds in vollem Gang und weiter fortgeschritten, als der verengte Blick auf die sogenannte Riester-Rente suggeriert: Seit 2002, dem ersten Jahr der Riester-Rentenreform, seien allein in der Versicherungswirtschaft rund 15,2 Millionen Rentenversicherungsverträge abgeschlossen worden, die lebenslange Rentenleistungen vorsehen. Davon seien 3,9 Millionen Riester-Verträge und 2,4 Mio. Pensionskassen- und Pensionsfonds-Verträge.
Diese Zahlen machten deutlich, dass die vergangenen Reformen in der Altersicherungssicherung bei der Bevölkerung einen Bewusstseinswandel im Vorsorgeverhalten eingeleitet hätten. Dazu hätten die Versicherer gerade in der privaten, aber auch in der betrieblichen Altersvorsorge maßgeblich beigetragen.
Dank der Vereinfachung der Fördervoraussetzungen, die seit Jahresbeginn in Kraft ist, erwartet die Versicherungswirtschaft in diesem Jahr eine deutliche Belebung des Neugeschäfts in der Riester-Rente. Voraussetzung für die Kontinuität im Aufbau der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge sei jedoch das Vertrauen der Bevölkerung in die langfristige Stabilität der gerade erst geänderten Rahmenbedingungen. Eine fortwährende Reformdiskussion wirke insofern kontraproduktiv.
Ansprechpartner: Stephan Gelhausen Tel.: 030 / 2020 - 51 13 E-Mail: s.gelhausen@gdv.org
Quelle: www.gdv.de
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