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Baunscheidt-Behandlung

Das Baunscheidtieren ist ein ausleitendes Verfahren. Die Ausleitung kommt bei dieser Methode über einen künstlich erzeugten Hautausschlag zu Stande. Dieser Hautausschlag wird durch Zusammenwirken zweier Komponenten provoziert, das erstmals durch den deutschen Mechaniker Carl Baunscheidt (daher der Name des Verfahrens) beschrieben wurde: Die Haut wird durch Nadelstiche geringfügig verletzt; die Nadelstichstellen werden mit einem hautreizenden Öl eingerieben. Die behandelten Stellen werden nun mit einem Verband abgedeckt, der nach einem Tag wieder entfernt wird. Dann soll sich zum Zeichen des äußeren Erfolges ein kleinpustulöser (Pustula = mit Eiter gefülltes Bläschen auf der Haut) Ausschlag zeigen.